Dekoration

Muscheln an der Ostsee – 4 mal Lust auf Meer

fischernetzgross

Muschelschalen gehören zur See wie die Dünen, der Sand und die Gischt. Holen Sie sich doch bei Ihrem nächsten Ausflug an die Küste diese filigranen Kunstwerke der Natur zu sich nach Hause – zum Beispiel zur Dekoration oder als Sammelobjekte. Und wenn das Meer zu weit weg ist, schauen Sie sich gerne unsere maritimen Angebote an. 

Muscheln bestehen aus zwei Schalen­hälften, die fest durch ein Band und einen Schließ­muskel verbunden sind. Zur Nahrungs­aufnahme sind die Schalen leicht geöffnet, mit dem einströmenden Wasser werden Sauerstoff und Plankton aufgenommen. Bei Gefahr wird die Schale so schnell wie möglich geschlossen.

Für den Menschen sind Muscheln Nahrungs­mittel – auch bei den Möwen steht die Muschel regel­mäßig auf dem Speiseplan. Muschelschalen sind ein beliebtes Souvenir, sie werden gern als Ausgangs­material für Schmuck oder Dekorationen genutzt.

Gemeine Herz – Muscheln

5 Jakobsmuscheln und ein weisses Fischernetz

Jakobsmuscheln sind in allen sieben Meeren zu Hause

Einer der bekanntesten Vertreter seiner Gattung! Zu jeder Jahreszeit tummeln sich unzählige Vertreter ihrer Art in verschiedenen Größen und Farben im weichen Strandsand. Schimmert es weiß bis trübweiß auf dem Weg zu Ihrem Handtuch? Dann haben Sie wahrscheinlich schon eine Herzmuschel gefunden!

Oft bezaubern diese filigranen Strand­bewohner Badegäste und Spazier­gänger aber auch in leuchtenden Gelb- und Brauntönen oder einem zarten rötlichen Schimmer. Sie werden in der Regel nicht größer als fünf Zentimeter und leben eigentlich ein bis drei Zentimeter tief im Meeres­boden vergraben. Sie sind ganz genau genommen eigentlich nur die Hälfte ihrer selbst. Denn die Muscheln, die wir als gemeine Herzmuscheln so begeistert aus dem Sand sammeln, bestehen aus zwei geschlossenen Schalen­hälften, die im Querschnitt betrachtet ein Herz darstellen.

Für sich alleine genommen sind die als „Herzmuscheln“ bezeichneten Fundstücke also nur leere Schalen, die aber dank ihrer Einzig­artigkeit in vielen deutschen Wohnzimmern einen Platz als Urlaubs­erinnerung ergattert haben. Übrigens: Die gemeine Herzmuschel ist essbar und gilt in vielen Ländern als Delikatesse.

Sandklaff – Muscheln

Kleines Netz mit 8 Muscheln

Kleines Netz mit 8 Muscheln

Auch diese Ostseebewohnerin hat ihr Zuhause eigentlich unter dem Meer: Sie vergräbt sich normaler­weise in bis zu 30 Zenti­metern Bodentiefe. Als junge Muschel hat sie noch einen Fuß, wodurch ihr eine gewisse Bewegungsfreiheit zuteil wird. Dieser bildet sich mit der Zeit zurück, stattdessen entsteht an der Muschel den Siphon – ein Organ in Form von zwei Röhren, über das sie ihre Nahrung aufnimmt und Stoffwechsel­produkte abgibt.

Wenn die „ältere“ Sandklaff­muschel freigespült wird, gelingt es ihr nicht mehr, sich wieder in den Meeres­boden einzugraben, da sie den Fuß nicht mehr hat. Ihre unsterbliche Hülle wird an den Strand gespült und gelangt so in die Hände zahl­reicher Bade­urlauber. Mit einer Länge von bis zu 14 Zenti­metern ist sie im Strandsand aber auch kaum zu übersehen! Ihr Marken­zeichen ist neben der ovalen Form eine weißliche Färbung mit konzentrischen, feinen Streifen.

Mies – Muscheln

Wenn Sie ein blau-schwarzes Funkeln im Ostsee­sand entdecken, dann haben Sie wahr­scheinlich eine Miesmuschel entdeckt. Im „lebendigen Zustand“ setzen sie sich häufig mithilfe ihrer sogenannten „Bysussfäden“ – einer Form der Muschel­seide – auf Steinen oder Pfählen fest. Die notwendige Nahrung filtern sie direkt aus dem Ostsee­wasser.

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Muscheln im Mix in allen Formen und Farben

Mit einer Länge von bis zu sechs Zentimetern (im salz­haltigeren Wasser des Skagerrak auch bis zu zehn Zentimeter) gehören sie zu den größeren Vertretern ihrer Art, möchten aber doch mit etwas Vorsicht behandelt werden: Die nach vorne spitz zulaufende und hinten abgerundete Schale ist dünn­wandig und sehr zerbrechlich.

Baltische Platt – Muscheln

Diese junge Dame steht von Natur aus eher ungern im Mittel­punkt und versteckt sich vorzugs­weise drei bis fünf Zentimeter tief im Ostsee­boden. Dort lebt sie ein recht sprung­haftes Naturell: Die heimische Tierwelt beobachtet sie häufig dabei, wie sie regel­mäßig ihren Standort wechselt. Ihre Nahrung gewinnt die Baltische Plattmuschel über einen Einström­siphon.

Um sie im feinen Ostsee­sand ausfindig zu machen, bedarf es ein wenig Geduld und Augen wie ein Luchs, denn obwohl sie bis zu drei Zentimeter groß werden können, ist ihre sehr zarte Hülle meistens viel kleiner. Am Ende gibt sie sich durch die auffallend rote Farbe ihres Inneren (ungewollt) zu erkennen. Oft wird sie deswegen scherzhaft als „rote Bohne bezeichnet. Das Äußere ihrer Schale schimmert in Gelb, Grün, Rot oder Braun mit weißen Streifen.

Bitte beachten Sie: In Naturschutz­gebieten und an Stränden dürfen Sie Ihre Mitbringsel nur in überschaubarer Anzahl und ausschließlich für den privaten Gebrauch sammeln. In einzelnen Orten erfüllen aufgeschüttete Geröll­wälle eine existentielle Schutz­funktion bei Sturmfluten und sind aus diesem Grund Tabu für eifrige Sammler. Solche Orte sollten jedoch immer gut sichtbar ausgeschildert sein. Ach, und die Muscheln, die bei uns erhältlich sind, können Sie natürlich völlig legal erwerben, denn sie fallen nicht unter das Artenschutzgesetz.